Reparatur FP15 18 881A / 1.8i Motorsteuergerät
So, heute kam das Motorsteuergerät von MazdaMelvin an und ich konnte tatsächlich identifizieren, was das Problem ist...
626 GE 1.8 FP15 Motorsteuergerätreparatur
Steuergerät
Erste Bestandsaufnahme des Steuergeräts. Beim Rand bin ich mir nicht sicher ob einfach der Lack rissig wurde, oder hier mal Flüssigkeitseintritt stattgefunden hat. Kann ich nicht beurteilen.




Erster Test
Zu allererst dachte ich mir, 12V anschließen, die 5V Versorgung für den Mikrocontroller, EEPROM und so weiter messen und dann mal sehen ob was warm wird.
Die Spannung sah okay aus... Dachte ich. Erstmal 5,05V mit ~15mV Ripple gemessen, das ist voll im Rahmen. Extra noch sehr weit aufgelöst um etwaigen Ripple zu sehen:

Und dann... Knallt die Spannung auf einmal hoch - 9,5V RMS, Peaks bis 12V - das ist tödlich für den Controller und die restlichen ICs

Am EEPROM hab ich nur 5,5V gemessen, das ist noch in der Spec, also sehe ich gute Chancen... Den hab ich erstmal ausgelesen und gesichert. Und dann geht die Fehlersuche los.
Melvin erwähnte schon, dass an einem Kondensator etwas korrodiert aussah - und der Riecher war goldrichtig:

Da ist einfach die Verbindung zur Durchkontaktierung weggegammelt

So sollte es eigentlich aussehen:

Mit der Wärmebildkamera hatte man auch gesehen, dass was nicht in Ordnung ist
links Spendersteuergerät, rechts das von MazdaMelvin


So, anderer Kondensator rein - bin unsicher ob der ausgelaufen war, bisschen freigekratzt, Verbindung neu hergestellt...

Erneuter Test


Jetzt ist es perfekt... 5,005V, 12mV Ripple... Erste Sahne. Erschreckend gut geregelt. Das Wärmebild ist auch nicht mehr vom Spendersteuergerät zu unterscheiden.
Ob das ganze am Ende wieder funktioniert, wird sich zeigen - ich bin guter Dinge, aber dennoch skeptisch. Die quasi ungeregelte Spannung müsste eigentlich tödlich sein für den Mikrocontroller, der dennoch scheinbar noch funktioniert - der EEPROM war auch valide. Eventuell ist an der Stelle am Kondensator auch nur die Masseverbindung zwischen dem 5V Bereich und dem 12V Teil, dann wäre das schlicht ein Messfehler von mir gewesen, da ich auf dem Massebezug der 12V gemessen hatte - das würde auch erklären, dass der Mikrocontroller kaum mehr mit der WFS kommunizieren kann, da das Bezugspotential driftet. Mit ein bisschen Glück funktioniert also alles nach wie vor. Ich bin gespannt. Jedenfalls haben jetzt beide Steuergeräte die gleiche WFS angelernt und theoretisch müsste er sie einfach tauschen können.
626 GE 1.8 FP15 Motorsteuergerätreparatur
Steuergerät
Erste Bestandsaufnahme des Steuergeräts. Beim Rand bin ich mir nicht sicher ob einfach der Lack rissig wurde, oder hier mal Flüssigkeitseintritt stattgefunden hat. Kann ich nicht beurteilen.
Erster Test
Zu allererst dachte ich mir, 12V anschließen, die 5V Versorgung für den Mikrocontroller, EEPROM und so weiter messen und dann mal sehen ob was warm wird.
Die Spannung sah okay aus... Dachte ich. Erstmal 5,05V mit ~15mV Ripple gemessen, das ist voll im Rahmen. Extra noch sehr weit aufgelöst um etwaigen Ripple zu sehen:
Und dann... Knallt die Spannung auf einmal hoch - 9,5V RMS, Peaks bis 12V - das ist tödlich für den Controller und die restlichen ICs
Am EEPROM hab ich nur 5,5V gemessen, das ist noch in der Spec, also sehe ich gute Chancen... Den hab ich erstmal ausgelesen und gesichert. Und dann geht die Fehlersuche los.
Melvin erwähnte schon, dass an einem Kondensator etwas korrodiert aussah - und der Riecher war goldrichtig:
Da ist einfach die Verbindung zur Durchkontaktierung weggegammelt
So sollte es eigentlich aussehen:
Mit der Wärmebildkamera hatte man auch gesehen, dass was nicht in Ordnung ist
links Spendersteuergerät, rechts das von MazdaMelvin
So, anderer Kondensator rein - bin unsicher ob der ausgelaufen war, bisschen freigekratzt, Verbindung neu hergestellt...
Erneuter Test
Jetzt ist es perfekt... 5,005V, 12mV Ripple... Erste Sahne. Erschreckend gut geregelt. Das Wärmebild ist auch nicht mehr vom Spendersteuergerät zu unterscheiden.
Ob das ganze am Ende wieder funktioniert, wird sich zeigen - ich bin guter Dinge, aber dennoch skeptisch. Die quasi ungeregelte Spannung müsste eigentlich tödlich sein für den Mikrocontroller, der dennoch scheinbar noch funktioniert - der EEPROM war auch valide. Eventuell ist an der Stelle am Kondensator auch nur die Masseverbindung zwischen dem 5V Bereich und dem 12V Teil, dann wäre das schlicht ein Messfehler von mir gewesen, da ich auf dem Massebezug der 12V gemessen hatte - das würde auch erklären, dass der Mikrocontroller kaum mehr mit der WFS kommunizieren kann, da das Bezugspotential driftet. Mit ein bisschen Glück funktioniert also alles nach wie vor. Ich bin gespannt. Jedenfalls haben jetzt beide Steuergeräte die gleiche WFS angelernt und theoretisch müsste er sie einfach tauschen können.